Chicago trifft auf Nordstemmen

kuno 2016

„Kunstvernetzt“ macht es möglich:
Ausstellung bringt Künstler und Besucher zusammen / Vernissage am 20. August

Ein Artikel von Larissa Zimmer aus der Leine-Deister Zeitung vom 2. August 2016

NORDSTEMMEN Kunst ist für alle da. Und Kunst bringt Menschen zusammen. Das ist auch die Intention, die hinter dem Kunsthaus Nordstemmen (KuNo) steckt. Passend dazu wird für Sonnabend, 20. August, zu einer ganz besonderen Vernissage eingeladen: Eine Gemeinschaftsausstellung durch die Initiative „Kunstvernetzt“ beginnt feierlich in den Räumen des KuNo. Kreative Impulse über Stadtgrenzen hinaus weitergeben, angehende und etablierte Künstler zusammenbringen sowie Künstler und Fans aller Genres ansprechen – das war das Ziel von Renate Golde, als sie die erste „Kunstvernetzt“-Ausstellung in Eckernförde organisierte. Damals sei das Projekt, an dem 21 Künstler teilnahmen, so gut angekommen, dass schon wenig später eine Wiederholung in Hannover durchgeführt wurde – mehr als 30 Künstler präsentierten sich dabei. Nun soll das Ganze in etwas kleinerer Version stattfinden: Zusammen mit dem Burgdorfer Künstler Lars Schumacher und den Vereinsmitgliedern hat Renate Golde die Ausstellung im KuNo geplant. „Wir wollen die Künstler und alle Genres möglichst gleichberechtigt einbringen und hoffen auf spätere Projekte, die sich aus den entstehenden Kontakten entwickeln“, führt Lars Schumacher weiter aus. „Über kurz oder lang wollen wir das weiterentwickeln. Es werden immer neue Fehler gemacht und es gibt immer neue Ideen“, erklärt Renate Golde, dass keine Ausstellung, die der Initiative „Kunstvernetzt“ entspringt, wie die andere sein wird. Nie dieselben Künstler, immer andere Orte.

„Man merkt richtig, wie es wächst und größer wird“, verrät die Ideengeberin, dass sie aber auch kleinere Ausstellungen – wie die anstehende im KuNo mit zwölf Künstlern – veranstalten möchte. Doch ihre Pläne reichen schon viel weiter: „2017 ist schon einiges angedacht, das mache ich schon im Hintergrund. Was ich möchte, ist der Wiederholungs- und Wiedererkennungswert, damit die Leute wissen: Das ist ‚Kunstvernetzt‘.“ Großstadt und Dorf „Mit Künstlern aus Chicago, Hannover und Nordstemmen“ – damit wird für die Ausstellung geworben. Denn abgesehen von einigen Künstlern aus der Umgebung werden auch einige direkt aus Chicago anreisen. „Chicago – Nordstemmen. Das ist doch wohl genial. Großstadt – Dorf“, ist Renate Golde von dieser Besonderheit begeistert.

Doch nicht alle amerikanischen Künstler können auch zur Vernissage anwesend sein, teilweise statten sie dem KuNo erst später einen Besuch ab. Aus diesem Grund hat beispielsweise Anke Richert-Korioth einige ihrer Werke, die ausgestellt werden sollen, per Post auf den Weg nach Nordstemmen geschickt, die die Organisatoren nun beeindruckt auspacken.

Ein weiteres Merkmal, das sich bei „Kunstvernetzt“ herausgestellt habe, sei die Möglichkeit, dass Künstler sich selbst einbringen können, verrät Renate Golde. So nennt sie als Beispiele direkt Lars Schumacher und KuNo-Mitglied Martina Rick, die beide einmal zu den Ausstellungskünstlern zählten und nun an der Organisation beteiligt sind. Auf diese Weise kämen weitere Anregungen zustande, so dass das Projekt immer auf eine neue Weise entstehen könne. Für die Künstlerinnen des KuNo seien diese Zeit und die Vorfreude auf die Ausstellung etwas ganz Spannendes, wie Vorsitzende Kim-Denise Uhe erläutert. „Man bewegt sich ja doch immer in den selben Kreisen, und das wird plötzlich aufgebrochen“, sagt sie und erzählt: „Ich werde angesprochen, wie so etwas auf dem Lande überhaupt möglich ist, denn sonst würden so große Ausstellungen mit internationalen Künstlern nur in Städten stattfinden.“ Zwar sei es in Nordstemmen tatsächlich nur in kleinerem Umfang möglich, doch wie Martina Rick es formuliert: „Auch kleine Steine ziehen große Kreise.“ Judith Riemer zieht ebenfalls einen positiven Schluss: „Letztendlich ist es genau das, was wir hier im KuNo wollen.“

Hinterher „Partysage“ Die Vernissage beginnt um 18 Uhr im KuNo, Hauptstraße 32, mit einigen Grußworten. Anschließend führen die Künstler die Besucher durch die Ausstellung, in der Werke aller Art zu finden sein werden. Die musikalische Begleitung des Abends erfolgt durch den Saxophonisten Christopher Spintge. Im Anschluss an die Eröffnung sind die Besucher zur so genannten „Partysage“ eingeladen, die eine anschließende Feier ermöglicht.

AM RANDE NOTIERT – Beteiligte Künstler
Anke Richert-Korioth (Chicago)
Bill Morton (Chicago)
Cornelia Brand-Sarstedt (Hemmingen)
Elizabeth Parker (Chicago)
Joanna Szymanska (Chicago)
Judith Riemer (Nordstemmen)
Kim-Denise Uhe (Hönze)
Marianna Buchwald (Chicago)
Marion Kerns-Röbbert (Garbsen)
Norbert Klora (Hannover)
Ralf Sommer (Hannover)
Silvia Withöft-Foremny (Laatzen)

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